PRESSEMITTEILUNG

Schließung der Schulen im Rheinisch-Bergischen Kreis - Corona Epidemie

Ab dem 16.03.2020 sind in Nordrhein-Westfalen die Schulen flächendeckend geschlossen. Wir als Bezirksschülervertretung der Schulen des Rheinisch-Bergischen Kreises empfinden diese Entscheidung als richtig und erforderlich, um die Ausbreitung des Corona Virus im Rheinisch-Bergischen Kreises einzudämmen. 

 

„Was wir jetzt brauchen, ist Zeit. Eine weitere rasante Ausbreitung des Corona Virus zu verhindern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der auch wir Schülerinnen und Schüler, verantwortungsvoll etwas beitragen können,“ so Torben Krauß aus dem Bezirksvorstand. 

 

Nicht absehbare Folgen - Digitalisierung verschlafen

Besonders für uns Schülerinnen und Schüler, die in diesem oder im nächsten Jahr Prüfungen schreiben, bedeuten die Schulschließungen noch nicht absehbare Folgen. 

Wir Schülerinnen und Schüler sind besorgt über den durch den Schulausfall bedingte fehlende inhaltliche Vorbereitung auf die anstehenden Prüfungen. Nicht an allen Schulen sind digitale Angebote vorhanden, etabliert und getestet. Die an vielen Stellen noch nicht richtig umgesetzten Digitalen Angebote werden jetzt deutlich spürbar. „Besonders bei uns in Nordrhein-Westfalen sind digitale Angebote Mangelware,“ bemerkt Felix Naal aus dem Bezirksvorstand “Wir hoffen, dass die Landesregierung und der Schulträger erkannt haben, wie wichtig es ist, dass digitale Lernangebote in Zukunft umgesetzt werden” 

 

Fairness bleibt auf der Strecke

Schulen mit bereits gut ausgebauten digitalen Lernangeboten können die Schülerinnen und Schüler besser, in der unterrichtsfreien Zeit, besonders im Hinblick auf die anstehenden zentralen Prüfungen vorbereiten. Damit alle Schülerinnen und Schüler digitale Lehrangebote zur Überbrückung für die unterrichtsfreie Zeit erhalten, erwarteten wir schnell umgesetzte Konzepte des Landes.

 

Wir hoffen auf eine faire und tragbare Organisation der Abschlussprüfungen in Nordrhein-Westfalen. “Eine Verschiebung des Abiturs wäre der Super-GAU, eine große Enttäuschung für uns alle,” so Torben Krauß aus dem Bezirksvorstand. 

Download der Pressemitteilung

Stellungnahme zur 129. LDK

Offener Brief an die Landesschüler*innenvertretung NRW

Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,

wir alle haben gemerkt, dass sich die 129. Landesdelegiertenkonferenz in ein Drama verwandelt hat, mit dem in dieser Form niemand gerechnet hat – auch wir nicht. Dass sich aufgrund der vielen Anträge und dem Umgang miteinander über die letzten Jahre, die Fronten nicht gerader lockern würden, war uns, wie auch allen anderen, so nehmen wir an, bewusst.

 

Die aktuelle Situation der Landesschüler*innenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) ist jedoch umso besorgniserregender. Wir müssen eine Lösung finden, denn so kann ein demokratisches Miteinander nicht weiter bestehen.

 

Der Umgang miteinander über die letzten Jahre ist stetig angespannter und aggressiver geworden. Die Fronten haben sich immer weiter verhärtet.

In dem folgenden Text möchten wir im Namen der BSVen von Aachen, Borken, Rhein-Berg, Coesfeld,  Gütersloh und Bonn uns einmal erklären und einen Schritt in Richtung Deeskalation wagen.

Doch möchten wir zuerst einmal darauf eingehen, wie all dies aus unserer Sicht zustande gekommen ist: Die BSV der StädteRegion Aachen hat hart gemeinsam mit ihren Bezirksdelegierten daran gearbeitet, aus ihrer Sicht wichtige Anträge an die Struktur der LSV NRW zu stellen, welche zur kommenden LDK von Grundsatzprogrammanträgen und weiteren ergänzt werden sollten.

Als wir dann diese doch recht vielen Satzungs-, Geschäftsordnungs- und Wahlordnungsanträge, sowie die Anträge an das Geschlechterstatut einreichten, war uns erst mal nicht bewusst, dass, sich daraus resultierend, eine solche Welle schlagen würde und außerdem, dass schon vorab sich die Fronten in so einem Maße verhärten.

Dies erfuhren wir dann aber im Laufe des Januars, indem man uns aus diversen Richtungen mitteilte, dass wir vor Ort persönlich angegriffen werden sollten und auch dadurch, dass zu einem Treffen zu dem viele BSVen eingeladen wurde. In der Einladung hierzu stand, so Berichten zufolge: „Nur für fortschrittliche BSVen“. Man warf uns vor, wir würden dies alles nur aus Bosheit tun und nicht aus einer produktiven Absicht. Dazu wurden einzelne Menschen schon vorab persönlich und „unter der Gürtellinie“ angegriffen.

Dieses Verhalten ist uns nicht neu, denn auch wenn die meisten der Landesdelegierten in der Vergangenheit nicht immer in so einem Maße persönlich angreifend waren, gab es von der einen oder anderen BSV schon immer diese Anfeindungen. Teil davon war das Vorab-persönlich-Werden, weshalb wir uns schon deutlich mehr als einmal mit der Bitte zu Wort meldeten, es müsse etwas passieren, da die Fronten sich verhärten.

 

Bereits im Vorfeld, nachts um 23 Uhr, wurden wir angerufen und vorgewarnt, dass zu fast allen Anträgen von uns eine Nichtbefassung beantragt werden würde und wir weder die Möglichkeit haben werden, die Arbeit unseres Bezirksvorstandes, noch die Beweggründe dahinter vorzustellen. Die Möglichkeit, Lösungen zu finden oder andere Meinungen hierzu zu hören, war somit nicht länger existent. Dieses unterdrückende und ignorierende Verhalten haben wir in der Vergangenheit bereits oft erlebt. Es hat frustriert, da auch kein Dialog möglich war. Jedoch auf dem Level des vergangenen Wochenendes haben wir dies noch nie erlebt. 

Dabei sollten wir uns in der Sache inhaltlich streiten können, ohne uns gegenseitig so stark zu attackieren, dass man sich abends nicht mehr in die Augen schauen kann.

Zusätzlich zu dieser Situation trug die Inaktivierungsdrohung gegenüber der BSV Borken und auch das Einschreiten von uns und anderer BSVen nicht zur Schlichtung einer schon extremen Situation bei.

Bereits auf dem Weg zur 129. LDK und auch bei unserer Ankunft in der Jugendherberge Velbert wurden wir durch verschiedenste BSVen angefeindet. Ein Beispiel dafür ist der folgende beleidigende Spruch: „SV-Arbeit kostet dich 13 Jahre deines Lebens, aber mit Person X noch deutlich mehr.“

Das Misstrauensvotum stellten die Delegierten der BSV Rhein-Berg, um ein politisches Statement zu setzen und um die Meinung ihrer Schüler*innen nach außen zu tragen. Es ging uns hierbei darum, dass sichtbar machen, dass die LSV NRW leider nicht die Meinung der gesamten Schüler*innenschaft vertritt, sondern dabei ganz deutlich und teilweise beabsichtigt, ganze Regionen „vergisst“. Der LaVo soll die Vertretung aller Stimmen der Schüler*innen in NRW sein und nicht nur von 2/3. Das entspricht zwar dem Recht, aber nicht der Moral, strukturell nicht auf 1/3 zu hören und kategorisch keine Diskussion zu zulassen. Denn wer Demokratie ernst nimmt, ignoriert keine Minderheiten.

Nach einer anstrengenden Nacht, die erst um drei Uhr endete, folgte der zweite Tag auch für uns in einem zunächst akzeptablen Maß – bis das Landessekretariat ohne Anfrage oder Ähnliches an die Unterlagen der BSV Aachen ging und diese durchsuchte. Auf die Anfrage, wieso man dies, ohne zu Fragen, tue, reagierte es empört und teilte uns mit, dass es ja in Ordnung sei, einfach an unsere Unterlagen zu gehen. Man habe nur die Schilder sehen wollen, die wir bei der LDK hochgehalten hatten (Dies stellten wir am Samstag aufgrund der Persönlichen Stellungnahmen ein, da wir nicht wollten, dass sich ein Mensch persönlich angegriffen fühlt). An dieser Stelle sei gesagt, es wäre kein Problem für uns diese Schilder vorzulegen, doch es ist aus unserer Sicht und nochmal vor allem vor dem Hintergrund, dass die Situation sehr heikel ist, absolut inakzeptabel, ohne unser Beisein, an unsere Unterlagen zu gehen. Dieses Bild wirft einen sehr meinungsprägenden Schatten, weshalb wir es wichtig gefunden hätten, mit uns über so etwas zu reden.

Danach folgten Informationen, dass die LDK abgesagt werden sollte und dass bereits an dem Tag alle unsere Anträge auf Nichtbefassung gestellt werden sollten. In diesem Augenblick entschlossen wir uns dazu, eine außerordentliche LDK bereits am Samstag zu beantragen, da es aus unserer Sicht eine richtige Idee darstellt. Nachdem dann der Antrag auf nicht Befassung unserer Anträge zusätzlich gestellt wurde, eskalierte die Situation gänzlich. Beide Seiten wollten sich nur noch blockieren und haben dazu jedes ihnen zur Verfügung stehende Mittel genutzt. Die persönlichen Anfeindungen wurden schlimmer und extremer – bis hin zu körperlichen Anfeindungen an einzelne Delegierte der antragstellenden BSVen.

Durch die Geschwindigkeit der auftretenden Ereignisse, war es schwierig alle Geschehnisse unabhängig von der Ausgangslage genügend zu eruieren und zu beraten. Da sich diese Fronten so blockieren, ist dringend Redebedarf nötig. Nicht erst in einem Monat, sondern so schnell wie möglich. Wir wollen schlichtweg nicht, dass unsere ca. 400.000 Schüler*innen ungehört bleiben.

Wir wollen uns hier nicht als Opfer der Situation darstellen, sondern versuchen zu erklären, was uns dazu gebracht hat, auf dieser LDK unsere Mittel genutzt zu haben. Denn ja, vor allem diese LDK haben auch wir, die oben genannten BSVen, auf jeden Fall zu dieser Situation beigetragen. Wir haben wie Ihr provoziert, Rechte ausgenutzt und blockiert. Doch so hilflos, wie sich viele von Euch nun fühlen und auch Einige von uns gefühlt haben, so fühlt sich dieses Drittel, das so selten gehört wird, so gut wie immer – auf jeder LDK. Wir können uns nur bedingt verteidigen, uns wird nicht zugehört und machen wir etwas, was Anderen nicht gefällt, werden wir angefeindet.

Der Antrag auf eine außerordentliche LDK sollte keine antidemokratische Handlung sein, sondern wir möchten damit aufzeigen, wie es sich für uns anfühlt so hilflos zu sein und darüber hinaus von den meisten Positionen auch im administrativen Bereich der Landesebene ignoriert zu werden. Bereits vorverurteilt zu werden mit Aussagen wie: „Haltet euch von der BSV Aachen (und/oder jeder anderen der oben genannten) fern.“ So etwas haben wir noch nie getan, jeder Mensch, der neu dazu kommt und mit uns in Dialog tritt, dem empfehlen wir sich eine eigene Meinung zu bilden und nicht standardmäßig uns oder anderen zu glauben.

Wir wollen uns dafür entschuldigen das wir unsere Mittel in diesem Maß in Gebrauch genommen haben, wir hoffen aber, dass Ihr ein Verständnis bekommen habt, wie hart jede LDK für uns ist.

Ja, wir vertreten andere Meinungen. Meinungen, die zwei Drittel der auf der LDK Anwesenden vielleicht nicht immer teilen, doch das sollte kein Grund sein, uns und unsere Meinungen zu ignorieren. Nein, wir wünschen uns, dass der richtige Weg eingeschlagen und mit uns über etwaige Dinge geredet wird.

Um deshalb ein positives Zeichen zu setzen und um zu zeigen das es nicht unsere Intention ist, irgendwen auszuspielen, schlägt die BSV der StädteRegion Aachen hiermit vor, alle Satzungs-, Geschäftsordnungs- und Wahlordnungsanträge, sowie die Anträge an das Geschlechterstatut und den APO betreffenden Anträge zurückzuziehen und stellt diese nach Beratung erneut zur 131. LDK, auf dass wir die außerordentliche LDK nutzen, um zu reden und Lösungen zu finden, damit wir eine LSV für ALLE werden.

gezeichnet durch die BSV Rhein-Berg, BSV StädteRegion Aachen, BSV Coesfeld, BSV Borken und BSV Gütersloh, BSV Bonn,

Montag den 10.02.2020

"Wir machen uns große Sorgen um unsere Mitschüler"

In der vergangenen Woche haben wir  zum Thema "Inklusion in Bergisch Gladbach" Stellung bezogen. 

Inklusion ist gut. Inklusion ist wichtig aber...

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